Knapp hundert neue Betreuungsplätze bis 2018 geplant

Die Stadt Weiterstadt baut das Angebot von Kita- und Krippenplätzen weiter aus. Wie Bürgermeister Ralf Möller mitteilt, werde man bis zum Sommer dieses Jahres 60 weitere Kita-Plätze für Kinder über drei Jahren schaffen. Hierzu werde man sowohl in der Kita Schneppenhausen als auch in der Kita Wirbelwind jeweils eine zusätzliche Gruppe mit 20 Plätzen anbieten. Die Kita Zauberkiste werde mit einem zweiten Waldwagen ausgestattet, so dass dort ebenfalls Kapazitäten für weitere 20 Kinder entstehen.

„Wegen unseres hohen Anspruchs im Bereich der Betreuung ist Weiterstadt für Familien im besonderen Maße attraktiv.“ Stetig hohe Zuzugszahlen und ein kontinuierlicher Geburtenüberschuss führten dazu, dass der Bedarf an Betreuungsplätzen weiter steige, erklärt Möller „Um den Bedarf zu decken, wurden in den vergangenen zwei Jahren bereits 70 neue Kita-Plätze bei der Stadt geschaffen. In 2017 haben wir nun eine Sondersituation, weil erstmals mehr Kinder in die Betreuung nachdrängen, gleichzeitig aber weniger Kinder die Einrichtungen verlassen“, so Möller weiter.   

Für die erste Jahreshälfte 2018 sei sowohl für den Sportkindergarten als auch für die Kita Wirbelwind ein Erweiterungsbau vorgesehen, so dass nochmals Platz für 50 Kinder geschaffen werde.

Auch im Bereich der Krippenplätze für Kinder unter drei Jahren baue man das Angebot weiter aus. So ist die Eröffnung des Neubaus der Kita Schneppenhausen für den Sommer dieses Jahres geplant – dadurch würden zusätzliche 24 Krippenplätze entstehen, teilt Möller mit. Der Schlüssel liege in einem Mix aus Stadt und privaten Anbietern. „Wir bezuschussen Tageseltern genauso wie private Einrichtungen - wenn diese die in unserer Satzung festgelegten Standards erfüllen.“

Das Angebot an Krippenplätzen könne sehr viel größer sein, aber die ursprünglichen Planungen für insgesamt 48 weitere Plätze in Weiterstadt und Gräfenhausen mussten unvorhergesehen wegen Vorbehalten beim Brandschutz gestoppt werden, so Möller. Daher mussten in diesem Quartal auch Absagen versendet werden. Gleichwohl haben wir nun auch die Möglichkeit jährlich die Nutzung von Räumen für Kita-Kinder in Räume für Krippen-Kinder zu verändern. Das macht uns flexibler, um auf den jeweiligen Bedarf besser eingehen zu können, gibt Möller zu bedenken.

Außerdem stehe man auch im regen Austausch mit den Nachbarkommunen Pfungstadt und Griesheim. „Das bedeutet nicht, dass Eltern dazu verpflichtet sind, ihre Kinder in einer dieser angebotenen Einrichtungen anzumelden“, stellt Möller klar. Vielmehr wolle man vorhandene Kapazitäten anbieten. „Für Pendler in Richtung Süden könnte dies durchaus eine Lösung darstellen.“

Aus den benachbarten Kommunen besuchen zurzeit etwa zwanzig Kinder die Betreuungseinrichtungen in Weiterstadt. „Weitere Kinder aus anderen Kommunen kann Weiterstadt zurzeit nicht mehr aufnehmen. Dies haben wir auch mit den privaten Trägern vereinbart“, erklärt Möller.

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