Hallenbad geschlossen: Decke muss erneuert werden

Im Schwimmerbecken des Hallensbads ist ein Gerüst montiert, um die Decke erneuern zu können.

Das Weiterstädter Hallenbad bleibt wegen Reparaturarbeiten bis voraussichtlich Mitte Juli geschlossen. In dieser Zeit wird die mittlerweile in die Jahre gekommene Deckenkonstruktion erneuert. Nach rund 44 Jahren hatten sich während des Badebetriebs zwei Deckenpaneele aus der Halterung gelöst und fielen herunter. „Glücklicherweise wurde niemand verletzt“, erklärt Bürgermeister Ralf Möller. Die Mitarbeiter vor Ort hätten schnell reagiert und das Bad noch in derselben Stunde geschlossen, so Möller weiter. „Die Sicherheit der Badegäste steht an oberster Stelle.“

Klaus Wigand, Fachbereichsleiter Technische Verwaltung, zeigt ein marodes DeckenpaneelDie Deckenpaneele bestehen aus einem Kunststoff, der vermutlich in den vergangenen vier Jahrzehnten durch Wärme, Feuchtigkeit und Chlor immer weicher wurde, so dass sich die Paneele aus der Halterung lösen konnten. „Die Decke wurde von Fachbetrieben regelmäßig kontrolliert. Am vergangenen Montag wurde festgestellt, dass die Unterkonstruktion der Decke an sich in Ordnung ist – nur die Paneele seien marode, so Möller. Dies sei bei Kontrollen in den vergangenen Jahren jedoch nie aufgefallen.

Die knapp 800 Quadratmeter große Decke über dem Schwimmer- und Springerbecken wird nun für rund 250.000 Euro erneuert. „Wenn wir die Decke jetzt neu machen, dann richtig“, betont Möller. Daher prüfe man zurzeit, welche weiteren Reparaturen durchgeführt werden können. „Wir wollen die Ausfallzeiten in diesem Jahr so gering wie möglich halten. Deshalb werden die Wartungs- und Sanierungsarbeiten, die eigentlich für Dezember vorgesehen waren, nun parallel zur Deckenerneuerung durchgeführt“, erklärt Möller weiter.

Bürgermeister Ralf Möller begutachtet mit dem Leiter der technischen Verwaltung, Klaus Wigand, die Deckenpaneele.Hierzu muss die Maßnahme zunächst ausgeschrieben werden, dann startet das Vergabeverfahren. Im Anschluss kann die ausgewählte Firma die Reparaturarbeiten durchführen. „Unser Ziel ist, bis Mitte Juli fertig zu sein“, so Möller. Dabei müsse man bedenken, dass allein das Befüllen und Aufheizen des Beckenwassers rund zwei Wochen Zeit benötigt. Um die kurzfristig angefallene Maßnahme durchführen zu können, werde man die Gelder verwenden, die ursprünglich für die Sanierung der sanitären Anlagen im Rathaus vorgesehen waren, erklärt Möller weiter.

Jahreskartenbesitzer brauchen sich wegen der Schließung keine Sorgen machen: „Die Zeit, in der das Hallenbad geschlossen ist, wird den Kartenbesitzern automatisch gutgeschrieben“, kündigt Möller an.

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