Neue Baumpflanzungen im Braunshardter Tännchen

Patenschaften möglich

Im Februar werden im Freizeitgelände des Braunshardter Tännchen neue Baumpflanzungen vorgenommen. Der zunehmend lichter werdende Bereich zwischen Grillhütte und Minigolfplatz wird durch zehn Hochstämme ergänzt, die abgestorbene Kiefern ersetzen sollen.

Für die neu gepflanzten Bäume können Patenschaften übernommen werden – ebenso wie bereits bei den vor vier Jahren gepflanzten Bäumen in diesem Bereich sowie bei den Jubiläumshainen in Braunshardt oder zwischen Nickelsmühle und Friedhof in Schneppenhausen. Interessierte Bürgerinnen und Bürger können sich per E-Mail an umweltamt@weiterstadt.de wenden. Zur Auswahl stehen Hainbuchen, Linden, Ahorne und Wildkirschen. Die Patenschaften sind künftig auf an den Bäumen angebrachten Messingplaketten zu erkennen. „Diese sind nachhaltiger als die bisher verwendeten Produkte und im Idealfall genauso langlebig wie der Baum selbst", erklärt Bürgermeister Niklas Gehnich.

Die Standortbedingungen im Braunshardter Tännchen stellen sowohl für Bestandsbäume als auch für Nachpflanzungen eine große Herausforderung dar. Sandige Böden, zunehmend heiße Sommer und Maikäferlarven im Boden – sogenannte Engerlinge – setzen den Bäumen stark zu. Besonders im westlichen Teil des Waldes in Richtung Büttelborn sind zahlreiche abgestorbene Bäume zu verzeichnen.

Um den jungen Bäumen bessere Startbedingungen zu verschaffen, setzt das Umweltamt auf eine besondere Pflanzmethode: Die Hochstämme werden mit einer Ummantelung aus Schafswollvlies eingesetzt. Dieses Material verrottet langsam, gibt Nährstoffe ab und hält Engerlinge zumindest zeitweise von den empfindlichen Wurzeln fern. Zudem erfolgt die Pflanzung bewusst in einer Phase des Entwicklungszyklus der Engerlinge, in der diese den geringsten Schaden anrichten.

Die Mitarbeiterinnen des Umweltamts berichten, dass bei der letzten Pflanzung dank dieses Verfahrens lediglich ein Hochstamm ausgefallen ist. Es bleibt zu hoffen, dass auch die kommenden Pflanzungen den schwierigen Standortbedingungen standhalten und das Braunshardter Tännchen langfristig wieder dichter und widerstandsfähiger wird.

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