Schwer kranke Katze in Gräfenhausen aufgegriffen
Bereits 2024 berichtete die Kellerranch vom gemeinsamen Vorkommen der Viruserkrankungen Feline Immundefizienz-Virus (FIV) und Felines Leukämievirus (FeLv) in Gräfenhausen. Ein Tier wurde damals aufgegriffen, welches beide Krankheiten in sich trug und verwildert im Bereich Westring umherirrte. Das Tier konnte nur noch eingeschläfert werden. Ein weiterer Fall wurde den Behörden bekannt, bei dem sich ein neu in Gräfenhausen zugezogener Freigänger mit beiden Krankheiten ansteckte und ebenfalls nicht überlebt hat. Nun, im März 2026 wurde wieder ein Fundtier mit schwerer Augenverletzung aufgegriffen, diesmal im Bereich Frankfurter Straße. Der Kater wurde in der Tierklinik im Zuge einer Notfallbehandlung positiv auf die Katzenkrankheiten getestet. Er war weder kastriert noch gechipt und musste eingeschläfert werden. Die Stadtverwaltung nimmt dies zum Anlass, nochmals auf die Katzenschutzverordnung hinzuweisen. Der verwilderte Kater aus dem aktuellen Fund war in der Paarungszeit im Januar noch aktiv. Paarung und Revierkämpfe sind die Hauptübertragungswege. Krankheitssymptome sind beispielsweise Mattigkeit und Fieber, also vergleichsweise unauffällig.
Die Kastration von Katzen im Freigang verhindert unkontrollierten Nachwuchs, reduziert die Reviergröße und Revierkämpfe und verhindert die Paarung. Die Pflicht zur Kastration gilt für jede Katze, die Freigang nutzen darf – unabhängig, ob in bebauter Ortslage oder im Außenbereich und unabhängig vom Geschlecht der Tiere. Sollten Sie Halter von Katzen oder Katern sein, bei denen Kastration, Kennzeichnung und Registrierung aussteht, holen Sie dies bitte nach.