Stadtportrait
Weiterstadt
Weiterstadt wird erstmals in einer Urkunde aus dem Jahre 948 unter
dem Namen Widerestat erwähnt. Das Dorf Widerestat scheint ursprünglich
nur aus einigen Höfen bestanden zu haben. Als erster Besitzer des
Dorfes erscheint ein gewisser Cleriker Liuthar, dessen Name in der
Urkunde genannt wird. Im Hochmittelalter stand dem Grafen von
Katzenelnbogen die höhere Gerichtsbarkeit über Widerestat zu.
Die Geschichte der Stadt Weiterstadt in ihrer jetzigen Form ist neu.
Sie beginnt am 1. Januar 1977. Die bis dahin selbstständigen Gemeinden
Gräfenhausen und Schneppenhausen wurden im Zuge der Gebietsreform in
die Gemeinde Weiterstadt eingegliedert. Bereits am 1. Juli 1973 erfuhr
die Gemeinde Weiterstadt ihre erste gebietliche Änderung im Zuge der
gemeindlichen Neuordnung, als sich die bisher selbständige Gemeinde
Braunshardt freiwillig der Gemeinde Weiterstadt anschloß. Weiterstadt
hat sich nach dem Zweiten Weltkrieg von einer Arbeiterwohngemeinde mit
landwirtschaftlichem Einschlag zu einer gewerblich und industriell
strukturiertem Gemeinwesen mit großem Bevölkerungszuwachs entwickelt.
Ausschlaggebend für diese Entwicklung war die Ansiedlung von Industrie
und Gewerbe im Ortsteil Riedbahn. Die Wirtschaft erkannte den günstigen
Standort der Gemeinde im Ballungszentrum des Rhein-Main-Gebietes. Diese
Standortgunst ist mit der Fertigstellung des Autobahnanschlusses B
42/BAB Frankfurt-Mannheim unmittelbar am Gewerbe- und Industriegebiet
noch verbessert worden. In Braunshardt, Gräfenhausen und
Schneppenhausen war die Entwicklung nicht so sprunghaft. Eine
kontinuierliche Bevölkerungszunahme und die Ansiedlung kleinerer und
mittlerer Gewerbebetriebe versetzten auch diese Gemeinden in die Lage,
ihre Infrastruktureinrichtungen zu verbessern. Der 29. Juli 1993 ist
für die Gemeinde Weiterstadt von historischer Bedeutung. Sie bekam von
der Hessischen Landesregierung das Recht verliehen, ab diesem Tage die
Bezeichnung Stadt zu führen.
Wappenbeschreibung
In Blau ein goldener Ring im Stein, darin ein silberner, blaubezungter
und betraufter Brackenkopf auf Rot, der Ring begleitet rechts oben von
einem auf liegender Mondsichel aufgestecktem Tatzenkreuz, links oben
von einem goldenen Schragen, dessen rechter Balken oben nach links zu
einen Haken umgebogen ist.
Anmerkung: Die Beschreibung erfolgt aus der Sicht des Wappen, nicht vom Betrachter!
