Über Weiterstadt

Stadtteile

Baunshardt wurde erstmals in einem Verzeichnis über die Einkünfte des Grafen Wilhelm von Katzenelnbogen am 19. November 1303 erwähnt, das seit dem Zweiten Weltkrieg verschollen ist. Darin wurde festgehalten, dass der Graf 100 Malter Korn aus dem Ort erhält. 

Eng verbunden mit dem Namen Braunshardt ist das historisch wertvolle Schloß. Dieses Schloß hat Prinz Georg Wilhelm von Hessen um 1760 erbauen lassen und wurde in der Folgezeit eine Stätte höfischer Lebenskultur. Nach häufigem Besitzerwechsel im 19. Jahrhundert ist ein Teil jetzt im Besitz des Johannesbundes e.V. Leutesdorf/Rhein und wird als Alten- und Pflegeheim genutzt.

Das eigentliche Schloß Braunshardt wurde von privater Seite restauriert und renoviert. Es wurde als Wohnung durch die Besitzerfamilie genutzt. Im Jahr 2006 wurde dieser Teil von der Stadt Weiterstadt gekauft und ist für verschiedene Veranstaltung zu mieten. 

Gräfenhausen wird - wie auch Schneppenhausen zum ersten Mal im "Oculus Memoriae", dem Güterverzeichnis des Klosters Eberbach aus dem Jahr 1211, erwähnt. In dem Amtsbuch werden verschiedene Bewohner des Ortes genannt, die Tauschgeschäfte über Grundstücke mit dem Kloster abschlossen.

Weitere geschichtliche Informationen zu Gräfenhausen stellt der Heimatverein auf dem Klickpunk Gräfenhausen zur Verfügung.

Riedbahn wird der Weiterstädter Gemarkungsbereich östlich der BAB Frankfurt-Darmstadt genannt. Seine Namensgebung ist auf die Eisenbahnstrecke von Darmstadt ins Ried zurückzuführen. Die erste Wohnbebauung entstand entlang der Darmstädter Straße jetzt Riedbahnstraße. Nach dem Zweiten Weltkrieg schufen sich in der Riedbahn viele Heimatvertriebene Wohnhäuser mit landwirtschaftlichen Nebenerwerbsstellen. Auf dem früheren Exerzierplatz wurde Anfang der sechziger Jahre mit der Erschließung des Industrie- und Gewerbegebietes begonnen. Die Riedbahn wurde am 26. Mai 1983 durch den Regierungspräsidenten in Darmstadt als offizieller Ortsteil benannt.

Schneppenhausen wird wie Gräfenhausen erstmals im "Oculus Memoriae" von 1211 genannt. Unter anderem wird Konrad von Schneppenhausen aufgeführt, der dem Kloster für das Seelenheil seines Bruders einen Morgen Land schenkte.