Umwelt & Verkehr

IG Neubaustrecke Weiterstadt

Was ist das Problem?

Die Deutsche Bahn plant zwischen Frankfurt und Mannheim eine ICE-Neubaustrecke entlang der A5. Zusätzlich soll für den Güterverkehr die bereits bestehende Strecke zwischen Mainz - Darmstadt - Aschaffenburg an die ICE-Neubaustrecke angebunden werden. Für den Verlauf dieser Verbindung sind zur Zeit mehrere Varianten in der öffentlichen Diskussion, die sowohl in die Natur und städtebauliche Entwicklung Weiterstadts eingreifen als auch zu mehr Lärmbelastung führen würden.

Weiterstadt wehrt sich!

Die IG Neubaustrecke Weiterstadt bündelt hierzu die Interessen der Weiterstädter Bürgerinnen und Bürger, der Vereine und Verbände sowie aller weiteren Organsiationen und Unternehmen, um mit einer starken Stimme sprechen zu können.

„Je mehr mitmachen, desto stärker ist unsere Stimme, um sinnvolle Lösungen zu finden und das, was wir nicht wollen, zu verhindern“, lädt Bürgermeister Ralf Möller alle Weiterstädter ein, sich bei der IG Neubaustrecke Weiterstadt einzubringen (Beitrittsformular).

 

Diskutierte Streckenverläufe

ICE-Neubaustrecke Variante 1

Die Variante 1 wäre die für Weiterstadt ungünstigste Lösung und wird von Bürgermeister Ralf Möller als "Nur-über-meine-Leiche"-Strecke bezeichnet. Diese Weiterstädter Spange würde zwischen der B42 und der A67 verlaufen und somit eine Schneise durch die Felder in der Nähe Weiterstadts ziehen. Sie wäre aus Gründen des Lärm- und Umweltschutzes sowie der dann beschränkten Möglichkeit Weiterstadts, sich weiter in Richtung Süden zu entwickeln, die schlechteste der vorgeschlagenen Alternativen.

ICE-Neubaustrecke Variante 2

Bei der Variante 2 würden die Schienen direkt entlang der A67 verlaufen. Durch diese Klein-Gerauer Spange entstünde eine Bündelung des Autobahn- und Zuglärms, wie es der Bundesverkehrswegeplan als eines der Ziele definiert hat. Durch die Parallelführung an der A67 wäre der Eingriff in die Landschaft in einem nur geringen Maße notwendig. Daher ist die Variante 2 die sowohl von Bürgermeister Ralf Möller sowie der Stadtverordnetenversammlung bevorzugte Streckenführung.

ICE-Neubaustrecke Variante 3

Die Variante 3 würde den Darmstädter Hauptbahnhof im Süden Darmstadts direkt mit der ICE-Neubaustrecke verbinden. Der Vorteil dieser Variante wäre, dass in der Nähe von Weiterstadt keine zusätzliche Trasse gebaut werden müsste. Der dann anfallende zusätzliche Personen- wie Güterverkehr würde dann aber über die Bestandsstrecke Darmstadt-Mainz geleitet, so dass dort mit erhöhtem Lärmaufkommen zu rechnen wäre. Daher fordert Bürgermeister Ralf Möller bei Verwirklichung dieser Variante, die Lärmschutzmaßnahmen an der Bestandsstrecke auf den modernsten Stand auszubauen.

ICE-Neubaustrecke Variante 4

Die Variante 4 steht nicht mehr im Bundesverkehswegeplan. Auch hier war angedacht, den Darmstädter Hauptbahnhof direkt mit der ICE-Neubaustrecke zu verbinden. Allerdings würden die Züge bereits auf der Höhe von Pfungstadt auf die Bensheimer Bahnlinie umgeleitet werden. Für Weiterstadt hätte diese Variante insoweit Auswirkungen gehabt, als dass der zusätzlich anfallende Schienenverkehr über die Bestandsstrecke Darmstadt-Mainz geleitet worden wäre.

ICE-Neubaustrecke Variante 5a

Die Variante 5a würde die ICE-Neubaustrecke in der Nähe von Gräfenhausen mit der Bahnlinie Darmstadt-Mainz verbinden. Für Bürgermeister Ralf Möller ist diese Variante zwar nicht die beste der möglichen Lösungen - gleichwohl aber vorstellbar unter der Voraussetzung, dass der Lärmschutz entlang des Streckenabschnitts in Weiterstadt von der Deutschen Bahn gemäß den neuesten Standards ausgebaut wird.

ICE-Neubaustrecke Variante 5b

Die Variante 5b steht nicht mehr im Bundesverkehrswegeplan. Bei dieser Variante war angedacht, die Neubaustrecke durch einen Tunnel unter dem Wohngebiet "Im Laukesgarten" mit der Bestandsstrecke Darmstadt-Mainz zu verbinden.