Gesundheitsmanagement

Die steigende Komplexität der Arbeit, wachsender Zeitdruck, zunehmende Verantwortung und stellenweise knappe personelle Ressourcen erhöhen die Anforderungen an die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer der heutigen Zeit. Dabei kann sich der Arbeitsplatz sowohl positiv als auch negativ auf die Gesundheit der Mitarbeitenden auswirken.

Da die Mitarbeitenden ein zentraler Erfolgsfaktor und wichtigste Ressource für eine zukunftsfähige Organisation sind, liegt der Stadt Weiterstadt das Thema Gesundheit sehr am Herzen. Über die letzten Jahre hinweg wurde das Gesundheitsmanagement aufgebaut und fest in die Strukturen der Stadtverwaltung integriert. Bei allen Aktivitäten ist das Ziel, die Arbeitsumgebung, -organisation und -prozesse innerhalb der städtischen Strukturen gesundheitsfördernd zu gestalten sowie durch Gesundheitsangebote zur Stärkung der individuellen Gesundheitskompetenz beizutragen.

Das Gesundheitsmanagement der Stadt Weiterstadt beinhaltet neben den gesetzlich vorgeschriebenen Bereichen (Arbeitsschutz und Betriebliches Eingliederungsmanagement) auch die Betriebliche Gesundheitsförderung als freiwillige Strategie mit spezifischen Angeboten und Maßnahmen zum Erhalt und zur Förderung der Gesundheit der Mitarbeitenden.

Nachfolgend sind die drei Säulen des Gesundheitsmanagements der Stadt Weiterstadt sowie die übergeordneten Ziele der jeweiligen Bereiche aufgezeigt:

 Ziele

Arbeitsschutz Betriebliche Gesundheitsförderung Betriebliches Eingliederungsmanagement
Unfallverhütung Analyse der Gesundheitssituation (Befragungen, Workshops) Beratung bei Krankheit und arbeitsbedingten Belastungen
Verbesserung der Sicherheit am Arbeitsplatz Gesundheitliche Ressourcen stärken Individuelle Wieder-eingliederungs-lösungen erstellen und begleiten
Arbeitsmedizinische Vorsorge Schaffung gesundheitsförderlicher Strukturen und Angebote Überwindung von Arbeitsunfähigkeit
  Präventionsmaßnahmen  

 

 

Ziel des rechtlich vorgeschriebenen Arbeitsschutzes ist die Verhütung von Arbeitsunfällen, Berufskrankheiten und arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren. Dazu finden an allen Standorten der Stadt Weiterstadt regelmäßige sicherheitstechnische Begehungen und Gefährdungsbeurteilungen statt. Die gesetzlich vorgeschriebene Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen wird seit 2014 in Form von Mitarbeitendenbefragungen sowie der Methode der Gesundheitszirkel* durchgeführt.

Involviert in den Arbeitsschutz sind neben dem Dienstherrn und den Vorgesetzten auch die Betriebsärztin, die Fachkraft für Arbeitssicherheit, der Personalrat sowie die zahlreich ausgebildeten Ersthelfenden, Sicherheitsbeauftragen und Brandschutzhelfenden an den jeweiligen Standorten.

Alle Maßnahmen laufen im Gesundheitsmanagement zusammen. Die Mitarbeitenden werden regelmäßig über Neuerungen im Arbeitsschutz informiert und jährlich zu den zentralen Themen unterwiesen.

* Gesundheitszirkel sind innerbetriebliche Arbeitskreise mit dem Ziel, das Erfahrungswissen der Mitarbeitenden zu nutzen, um die Arbeitsplätze stetig zu verbessern und gesundheitsfördernd zu gestalten. Gesundheitszirkel bieten Raum für eine offene Kommunikation, über Ressourcen und Belastungen in den einzelnen Tätigkeitsbereichen. Gemeinsam mit den Mitarbeitenden werden anschließend konkrete Maßnahmen entwickelt und im Nachgang evaluiert.

Die Stadt Weiterstadt möchte ihren Mitarbeitenden beim Thema Gesundheit mehr bieten als nur das gesetzliche Mindestmaß. Daher gibt es zahlreiche Angebote, um die Gesundheit und das Wohlbefinden zu fördern und ein Umfeld zu schaffen, in dem Gesundheit alltäglich gelebt werden kann.

Angebote der betrieblichen Gesundheitsförderung:

  • Gesundheitswochen
  • Gesundheitskurse
  • Mobile Massage
  • Kooperation mit einem lokalen Fitnessstudio
  • Betriebssportgruppen
  • Zuschuss Rückengesundheit
  • Monatlicher Newsletter mit regelmäßigen Informationen zu Gesundheitsthemen

Das Betriebliche Eingliederungsmanagement (BEM) unterstützt alle Mitarbeitenden bei beruflichen und privaten Belastungen sowie körperlichen und psychischen Beschwerden. Dabei ist es egal, ob es sich um eine bestehende Erkrankung oder eine Belastung/Überlastung anderer Art handelt – jede:r ist willkommen. Auch Vorgesetzte können sich zum Umgang mit belasteten Mitarbeitenden beraten lassen. Die Beratung ist vollständig vertraulich und unterliegt der Schweigepflicht.

Darüber hinaus begleitet und unterstützt das BEM Mitarbeitende, die mindestens sechs Wochen innerhalb von 12 Monaten arbeitsunfähig waren, mit Beratungsgesprächen und Angeboten, um eine bestehende Krankheit zu überwinden, neuen Erkrankungen vorzubeugen und die Arbeitsfähigkeit zu erhalten.

Möglichkeiten des BEM:

  • Beratung, Vermittlung, Gesprächsführung
  • Medizinische Rehabilitation
  • Veränderungen am Arbeitsplatz (z.B. technische Hilfsmittel)
  • Umstrukturierung von Verwaltungs- und Arbeitsabläufen im Aufgabengebiet
  • Qualifizierung des Arbeitnehmers
  • Rehabilitationsmaßnahmen
  • Stufenweise Wiedereingliederung

Zusätzlich besteht seit dem 1. Januar 2020 eine Dienstvereinbarung über die Gesundheitsvorsorge und die Gesundheitshilfen bei der Stadt Weiterstadt. Diese regelt den Umgang mit schwierigen Lebensumständen wie psychische Belastungen und Erkrankungen, Suchterkrankungen, sexueller Belästigung, Diskriminierung, Benachteiligung sowie Mobbing am Arbeitsplatz.